Die Füllung aus dem Computer

Es gibt wohl kaum eine schönere, weil natürlichere Versorgung eines Zahndefektes als die Reparatur mit zahnfarbenem Material. Besonders Keramikinlays sind in ihrer ästhetischen Wirkung ungeschlagen. Es gibt keine Wechselwirkung mit bereits vorhandenen Metallfüllungen. Zwei Grundlagen ermöglichen heute  zahnfarbenen Füllungen:

1857 setzte Adelbert Volck in Baltimore die ersten Keramikinlays ein.

1962 entwickelte Bowen durch die Verbindung eines Acrylatkunststoffes und Quarzstaub die Grundlage der heutigen Kunsstoffüllung.

Das Kunstoffüllungsmaterial ist weich und wird an den Zahn geklebt, das Keramikinlay ist starr, wird im Labor gefertigt und dann erst in den Zahn eingesetzt. Schön sind sie beide!

Der Zahn wird für die Füllung vorbereitet, und eine Unterfüllung gelegt

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Der Zahn wird angeätzt um die Klebung der Füllung zu ermöglichen

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Das starre Keramikinlay verformt sich nach dem Verkleben nicht mehr. Die Farbe bleibt stabil, die Füllung ist hart genug um dem Kaudruck zu widerstehen. Dünne Zahnwände werden durch die Verklebung vor dem Abbrechen geschützt, ein großer Vorteil gegenüber dem Goldinlay. Die Füllung muß in der Regel in mehreren Sitzungen eingesetzt werden. Außer bei den computergestützt gearbeiteten Füllungen.

Die Kunststoffüllung schrumpft nach dem Härten. Bei großen Füllungen entstehen Spalten, die der Zahnarzt mit mehrfachen Schichten zu vermeiden sucht. Eine preiswerte Lösung, aber mit einer eingeschränkten Haltbarkeit. Die Füllung kann in einer Sitzung gelegt werden. Bei kleinen Füllungen oder Frontzähnen eine gute Lösung. .

Der Computer fand schon 1989 den Einzug in unsere Zahnarztpraxis um Füllungen herzustellen. Wir machen eine digitale Aufnahme von dem defekten Zahn und zeichnen die Füllung auf dem Bildschirm vor. Der Computer errechnet die Form der Füllung und schleift diese in kurzer Zeit aus einem Keramikblock heraus.

Keramikinlay2Nach dem Schleifen kann die Füllung noch in derselben Behandlungssitzung eingesetzt werden. Eine Sonderform der Füllung ist das “Veneer”. Eine sehr dünne Keramikschale wird auf einen Frontzahn geklebt um Verfärbungen oder abgeplatzte Zahnkanten aufzubauen. Der Zahn wird dabei nur leicht angeschliffen, ein Krone kann so vermieden werden. Das Ziel aller dieser Maßnahmen ist, den defekten Zahn zu heilen. Aber es bleibt nur ein Flicken, das Beste ist, ein Loch von Anfang an zu verhindern. Auch die beste Füllung, auch die hochwertigste zahntechnische Leistung ist nur die Nachahmung der Natur.

 

 

 

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