Süßer Tropfen höhlt den Zahn!

weissefuellungDie Bakterien sind es, besonders der Streptokokus mutans, er lebt in unserem Mund und ernährt sich von dergleichen Nahrung wie wir. Besonders schätzt er Süßigkeiten. Er produziert dabei Säure, die den Zahn höhlt. Als erstes oft in den Tälern der Zähne, den Fissuren. Mit guter Zahnpflege läßt sich das verhindern. Den Bakterien wird die Nahrung entzogen, sie können sich nicht vermehren und keine Säure produzieren.
Ist das Unglück dann geschehen muß der durch die Säure gefaulte Zahn repariert werden. Nachdem der äußere noch vorhanden Schmelz entfernt ist wirdmit einem langsamen Schleifkörper die erkrankten Teile des Zahnes vorsichtig entfernt.
Dabei sollte der im Inneren liegende Nerv des Zahnes möglichst geschohnt werden. Ist das erkrankte Gebiet entfernt muß das enstandene Loch dicht verschlossen werden. - Eine Füllung wird gelegt!


kariesHierzu können verschiedene Materialien verwendet werden. Die erste Gruppe sind weiche Materialien, die in das Zahnloch eingebracht werden und dort hartwerden. Hierzu zählen das Amalgam und die Kunstoffüllungen.

Die zweite Gruppe sind die nach einem Abdruck des Zahnes hergestellten Einlage- oder Inlayfüllungen aus Gold oder Keramik.

1746 empfahl Fauchard das Loch im Zahn mit Blei zu füllen, daher der umgangssprachliche Ausdruck "Plombieren" (von Plumbum = Blei) für das Legen einer Füllung.
Der silberne Teig:

Schon 695 n. Chr. erwähnt der Chinese Su Kung eine Mischung aus Quecksilber, Silber und Zinn, die nachdem sie zu einem Teig verrührt wurde nach kurzer Zeit hart wie Silber würde. Das erste Amalgam als Füllungsmaterial.

In Europa läßt sich die Verwendung von Amalgam bis ins 16. Jahrhundert nachweisen. alte fuellung

Hier ein Zahn der Prinzessin Anna-Ursula von Braunschweig-Lüneburg mit einer Amalgam- und einer kleinen Goldfüllung.
Erst 1830 fand die Amalgamfüllung weitere Verbreitung. Als Material wurden gefeilte Silbermünzen verwendet denen Quecksilber zugesetzt wurden. Für die Amalgamfüllung wurde in den 50er Jahren von den Zahnärzten für ihre Patienten gekämpft, da die Krankenkassen nur minderwertige Zementfüllungen bezahlen wollten.

Amalgamfüllungen werden nur noch selten gewünscht. Heute werden zahnfarbene Füllungsmaterialien von den Patienten bevorzugt

Ist der Defekt zu groß, muß eine Krone zur Rettung des Zahnes angefertigt werden.