Die Jünger des Asklepius - Antikes Griechenland

Asklepios Leutari Chiaramonti Inv2023Asklepius (lat.Aesculapius), ein Sohn des Appollon, war der Gott der Heilkunst. Zeus erschlug ihn, weil er Tote wieder zum Leben erweckte. Der Aesculapstab ist noch heute das Sinnbild für die Medizin. Zumindest in Griechenland wurde der Zahnwurm ins Reich der Sagen verbannt. Zum ersten Mal wurden äußere Ursachen als Ursache der Karies genannt:

“Der Zahnschmerz entsteht durch Schleim unter den Zahnwurzeln. Die Zähne werden teils durch die Nahrung, teils durch den Schleim angefressen.”

So war der Zahnwurm in der griechischen Medizin in das Fabelreich verbannt. Er lebte aber in den meisten Kulturen bis ins 19. Jahrhundert weiter. Die bis heute zum Teil gültigen ethischen Grundlagen der ärztlichen Behandlung schuf Hippokrates.

skythenDer kariöse Zahn wurde ausgebrannt, nur lockere Zähne entfernte man wie nebenstehend auf einer Vase des 4. Jahrhunderts v. Chr. Die Zange zum extrahieren war nur ausnahmsweise in Gebrauch. Für wackelige Zähne reichten auch die Finger. Noch im 5.Jahrhundert n.Chr. wurde im Appolon Tempel zu Delphi eine Zahnzange aus Blei ausgestellt. Sie sollte daran erinnern, nur solche Zähne zu entfernen, die mit einer solchen Zange extrahiert werden könnten. Die Griechen stellten keine Prothesen her, gelockerte Zähne wurden aber mit Golddraht geschient. Die Zahnheilkunde war noch nicht selbständig. Der Arzt übernahm auch die Arbeit des Zahnarztes.               Unfälle und Verletzungen wie z.B. links das Einrenken des Unterkiefers, wurden erfolgreich behandelt.
Den ersten Zahnersatz für Patienten schufen weiter westlich die Nachbarn der Römer, die Etrusker.