Hippokrates

hippocrates“Der Vater der Heilkunde”, den Laien durch seinen Eid bekannt. Jenseits seiner medizinischen Arbeiten liegt seine Bedeutung in seinen Methoden des ärztlichen Handelns und Denkens. Die Ethik und der Berufsethos des Arztes haben ihre Wurzeln in den Schriften seiner Ärzteschule. Der Corpus Hippocratium beschreibt in sechzig Abhandlungen die Medizin seiner Zeit in Griechenland. In zwei dieser Abhandlungen beschreibt er die Arztpraxis und ihre sinnvolle Ausstattung. Die Ratschläge für das Auftreten des Arztes, sein Charakter und der Umgang mit dem Patienten haben heute noch Gültigkeit. Auch die leidige Honorarfrage wird erwähnt. Die Ärzte sollen sich von dem Beweggrund leiten lassen, soviel zu verdienen, um Mittel zu ihrer weiteren Ausbildung zu erlangen. Das Honorar soll dem Vermögen und den Verhältnissen der Patienten entsprechen. Arme sollten aus “Liebe zur Kunst” kostenfrei behandelt werden. Seine Kliniken auf Kos waren aber proitabel. Seine bekannteste Hinterlassenschaft  ist der, nach ihm benannte Eid.

Die Anregung zur "kostenfreien Behandlung" hat dann vielleicht Bundesregierung dazu veranlaßt, die Zahnärzte durch die Budgetregelung teilweise ohne Honorar arbeiten zu lassen.

Auch liegt hier der Grundstein für ein Honorarsystem, welches noch im 19. Jahrhundert Gültigkeit hatte. Der Arme wurde umsonst behandelt, der Normalbürger entsprechend der Medizinaltaxe und der Reiche honorierte die ärztliche Behandlung nach Belieben, das heißt großzügig. Diese Dreiteilung findet sich in Ansätzen noch in der heutigen Aufteilung von RVO Krankenkassen also z.B. die AOK, die Ersatzkassen und die privaten Krankenversicherer.

Hippokrates “Lehranstalt”, der Platz unter einer Platane auf der griechischen Insel Kos entwickelte sich nach seinem Tode zu einer großen Klinik und Lehranstalt. Diese wurde zu einem Kurzentrum mit Heilquellen, einem Modebad für ganz Griechenland. Eine selbständige Zahnheilkunde gibt es in seinen Schriften nicht. Der griechische Arzt war für alle Erkrankungen zuständig.                                Weiter geht es zum Mittelalter.